Woche 16: eBooks und eBook Apps

eBooks sind dafür gedacht, auf mobilen Geräten gelesen zu werden. Leider aber bedeutet dies nicht, dass ein eBook auch auf allen Geräten gelesen werden kann.

Wenn man entsprechende Apps installiert. können Tablets und Smartphones als eReader genutzt werden. eBook-Reader dagegen sind einzig für das Lesen konzipiert und man kann eBooks in verschiedenen Formaten darauf lesen. Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von verschiedenen Modellen, wie z.B. Kobo, Tolino, Sony oder Kindle.
Einige Leute bevorzugen eReader zum Lesen, weil die Geräte – anders als Tablets und Smartphones – einen höheren Lesekomfort bieten, z.B. bieten sie draußen bei Sonnenschein ein blendfreies Display. Außerdem hält die Batterie eines eReaders im Vergleich zum Tablet oder Smartphone erheblich länger. Auf der anderen Seite bieten Tablets und Smartphones dagegen breitere Möglichkeiten, Texte auf ihnen zu lesen. In der Regel genügt es, die richtigen Apps installiert zu haben, dann kann man eBooks aller Formate auf Smartphone oder Tablet lesen und darüber hinaus noch die üblichen Dienste, wie Mail, Social Media usw. nutzen.

Egal welchen Typ von Gerät wir selbst zum Lesen von Texten präferieren, als Bibliotheksmitarbeiter stellen sich uns einige Herausforderungen im Umgang mit eBooks und eReadern:

– wir unterstützen Nutzer bei der Suche nach eBooks im für sie passenden Format und im Dschungel der Angebote, vom eBook-Bestand der Bibliothek über frei zugängliche Quellen, hin zu kostenpflichtigen Inhalten von unterschiedlichen Anbietern

– wir erklären unseren Nutzern was DRM ist und wofür es gut ist

– wir klären über proprietäre Formate auf, über die Vor- und Nachteile dieser Formate und darüber, warum nicht alle Formate auf allen Geräten gelesen werden können

– wir unterstützen unsere Nutzer dabei zu lernen, wie deren eigene Geräte funktionieren, wie die eBooks der Bibliothek auf das Gerät kommen und welche Inhalte sie ggf. sonst noch darauf speichern können

– als Bibliotheken müssen wir am Ball bleiben im Hinblick auf weitere Entwicklungen im Bereich eBooks (Formate, Geräte, Anbieter usw.)

– wir bemühen uns darum mit Anbietern zusammen zu arbeiten, um möglichst brauchbare Leihmodelle für die Bibliotheken zu entwicklen.

Entdecken

– Es gibt eine Reihe von Anbietern frei im Internet verfügbarer eBooks wie etwa Projekt Gutenberg, Open Library, HathiTrust Digital Library

– entdecke unglue.it ein spannendes Projekt (in einem ZEIT-Artikel erklärt), bei dem (potenzielle) Leser die Rechte an einzelnen Titeln kaufen und dann unter CC-Lizenz frei verfügbar machen

– entdecke die eBooks, die deine lokale Öffentliche Bibliothek, die Nationalbibliothek oder eine andere Bibliothek in deiner Umgebung anbietet. Ist es für deine Nutzer leicht, all diese Angebote zu finden und die eBooks zu nutzen?

– eine große Anzahl von Dateiformaten werden für eBooks genutzt: Kindle (AZW), PDF, txt, doc, Mobi, HTML, Epub, BBeB Book und weitere. Welche Formate kann dein Gerät wiedergeben?

– was ist Digital Rights Management (DRM)? Was bedeutet es für Bibliotheken?

Erweitert

– Es gibt eine erkleckliche Anzahl von Möglichkeiten, wie unsere Nutzer an die eBooks im Bestand der Bibliothek gelangen können: Links vom Katalog zum Titel, über die Webseite der Bibliothek, über Apps von Anbietern (z.B. Onleihe App) oder über eine spezielle App der Bibliothek (z.B. Bibliotheks App der Leuphana Universität Lüneburg)

– erkundige dich über alternative Projekte zu eBooks und unterstütze diese gegebenenfalls. Hilf z.B. dabei, ein Buch ‚freizukaufen‘ bei unglue.it

– setze dich mit dem Thema Open Access auseinander

– spiele mit den verschiedenen Formaten herum, indem du Apps wie Calibre (Android und iOS), Readmill (Android und iOS) oder Stanza (für iPhone und iPad) bzw. Aldiko (für Android) ausprobierst

– ganz neu am Start ist das Projekt sobooks, das versucht, den elektronischen Buchmarkt irgendwie ins Netzzeitalter zu hieven. Sascha Lobo erklärt auf der Frankfurter Buchmesse 2013, worum es bei sobooks genau gehen wird:

Gedankensplitter

– Wie gut kennst du deine Nutzer und das Umfeld aus denen sie kommen? Welche Geräte und Datenformate werden am meisten genutzt von den Leuten im Umfeld der Bibliothek? Variiert die Präferenz für Geräte und Formate z.B. über Altersgrenzen?

– wie willst du die Mitarbeiter der Bibliothek auf dem Laufenden halten über neueste Entwicklungen bei eReadern und Apps?

– kannst du auch eBooks in anderen Sprachen als Deutsch für deine Nutzer anbieten?

– wie weist du auf das eBook-Angebot in der Bibliothek hin und wie sieht deine Werbung dafür aus?

– werden eBooks irgendwann gedruckte Bücher vollständig ersetzen? Diskutiert ihr diese oder ähnliche Fragen in eurer Bibliothek und/oder mit den Nutzern?

Dieser Beitrag ist ein Remix von 23mobilethings und anz23mobilthings – Thing 16

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Ein Kommentar zu “Woche 16: eBooks und eBook Apps

  1. Pingback: Tool der Woche – bibliophile Ebooks | Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V.

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